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Die Kooperation von Aufmerksamkeit, Interesse, Intentionalität und kurzzeitigem Arbeitsgedächtnis

Psychologie und Neurologie des Prozessors der menschlichen Informationsverarbeitung und seiner Funktionen für Lernen, Behalten und deren Beeinflussung

von Prof. emer. Dr. Jürgen Grzesik

ISBN 978-3-89094-623-8 (ISBN10 3-89094-623-2),
336 Seiten, Softcover, Format DIN-A5
1. Auflage, 29,90 €     kaufenBuch in den Warenkorb legen

Dies ist das Cover des Buches Die Kooperation von Aufmerksamkeit, Interesse, Intentionalität und kurzzeitigem Arbeitsgedächtnis, erschienen im Bohmeier Verlag.


Buchbeschreibung:

Jeder kann es bei sich selbst beobachten: Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf irgendetwas. - Wir sind an irgendetwas interessiert. -
Wenn wir uns auf etwas ganz Bestimmtes konzentrieren, dann haben wir etwas "vor Augen", z.B. eine Wespe oder eine Erinnerung aus unserer Kindheit oder einen Gedanken oder etwas, das wir wünschen, hoffen oder erwarten. - Was uns bewusst ist, das müssen wir behalten, bis wir etwas an ihm unterscheiden oder mit ihm verbunden haben. - Das sind offenkundig vier verschiedene Aktivitäten des Menschen mit unterschiedlichen Funktionen.
Seit Beginn der empirischen psychologischen Forschung am Ende des 19. Jahrhunderts ist jede der vier Aktivitäten zunehmend genauer wissenschaftlich analysiert worden. Aber erst in den letzten Jahren ist durch diese Untersuchungen auch erkennbar geworden, wie sie zusammenarbeiten. Einen besonderen Beitrag dazu hat die junge Disziplin der Neuropsychologie geleistet, weil sie aufzeigen konnte, wo die einzelnen Aktivitäten im Gehirn stattfinden und wie sie aufeinander wirken.

Durch die besondere Art und Weise ihrer Zusammenarbeit kommt unsere Orientierung in der Welt und in uns selbst zustande. Aber auch die Reaktion auf unsere jeweilige Orientierung wird durch sie geregelt. So steuern die vier Aktivitäten durch ihre Zusammenarbeit unseren gesamten Lebensvollzug. Zusammen bilden sie den Prozessor unserer Existenz.
Nicht nur alles, was wir erkennen und tun, sondern auch alles, was wir lernen und langfristig behalten, hängt von der Güte ihrer Zusammenarbeit ab. - Deshalb muss der Lehrer seinen Schüler darüber informieren, worauf er seine Aufmerksamkeit, sein Interesse und seine Intention richten muss, damit er zum ersten Mal etwas Neues tut. Für diese Arbeit muss er ihm genug Zeit lassen, und er muss sie oft genug von ihm wiederholen lassen, damit er das neu Gelernte auch langfristig behält.
Der Autor Jürgen Grzesik überführt in diesem Buch kompetent und eingängig die neuesten Forschungsergebnisse der Neuropsychologie - für eine spannende und erfolgreiche Wissensvermittlung - in die reale Lebens- und Lehrsituation von Professoren, Lehrern, Erziehern und Eltern!

Inhaltsverzeichnis:

  • Einleitung
  • I. Ein Zusammenhang von Hypothesen über den Prozessor der Informationsverarbeitung und dessen Funktionen für Lernen und Erziehen
    • 1. Die Hypothesen
      • Generalhypothese
      • Aufmerksamkeit
      • Interesse
      • Intentionalität
      • Kurzzeitiges Arbeitsgedächtnis
      • Simultanität und Kooperation der Komponenten des Prozessors
      • Der Prozessor produziert nicht nur die einzelnen spezifischen Aktivitäten, sondern auch die Einheit der Handlung
      • Die epigenetische Entwicklung des Prozessors
      • Die Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Prozessors durch Lernen und Behalten
      • Die Beeinflussung der Veränderung der Leistungsfähigkeit des Prozessors von außen und von innen
    • 2. Möglichkeiten und Grenzen der Prüfung dieser Hypothesen
  • II. Aufmerksamkeit
    • 1. Husserls introspektive Theorie der Aufmerksamkeit
      • Sie ist eine elementare Einheit des Bewusstseins
      • Sie ist unspezifische Aktivierung von spezifischen Gegenständen des Bewusstseins
      • Sie ist ein komplexes Phänomen
      • Sie ist abhängig vom Interesse
      • Die Beziehungen zwischen Aufmerksamkeit, spezifischen Intentionen und Interesse
      • Das Gesamtphänomen der Aufmerksamkeit nach Husserl
      • Grenzen des Erklärungswertes der Husserlschen Beschreibung der Aufmerksamkeit
    • 2. Experimentelle Psychologie und Neuropsychologie der Aufmerksamkeit
    • 3. Die anatomische Architektur und das physiologische Prozessieren des neuronalen attentionalen Systems
      • Die Anatomie des attentionalen Systems
      • Die neuronalen Prozesse im attentionalen System
      • Das neuronale anatomische und physiologische Korrelat für die Wachheit
      • Das neuronale anatomische und physiologische Korrelat für die Aufmerksamkeit
    • 4. Psychologie und Neurologie der Aufmerksamkeit
      • Experimentelle psychologische Untersuchungsmethoden der Aufmerksamkeit
      • Automatische Aktivität ohne Aufmerksamkeit
      • Die Auslösung der Aufmerksamkeit
      • Effekte der Aufmerksamkeit
      • Grade der Aufmerksamkeit oder ihre energetische Natur
      • Die Kapazität der Aufmerksamkeit
      • Die Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf den Gegenstand der spezifischen Aktivität
      • Die Änderung der Richtung der Aufmerksamkeit als Wechsel von einem Gegenstand zu einem anderen
      • Die Veränderung der Grenze der Aufmerksamkeit (Fokussieren) durch Weiten oder Ver-engen (Zoomen)
      • Konzentrieren auf eine Aufgabe oder verteilen auf mehrere
      • Verstärken oder Abschwächen der Aufmerksamkeit durch Grade der Anstrengung
      • Aufrechterhalten der Aufmerksamkeit
      • Regelung der simultanen und sequentiellen Ordnung der einzelnen Aktivitäten in der Handlung
      • Unwillkürliche und willkürliche Aufmerksamkeit
      • Was von der Aufmerksamkeit abhängig ist und wovon sie ihrerseits abhängig ist
    • 5. Struktur und Funktion des ganzen Systems der Aufmerksamkeit
    • 6. Formale Merkmale der Aufmerksamkeit
  • III. Interesse
      • Ein Phasenmodell des Handlungsablaufs
      • Interesse und Aufmerksamkeit im Handlungsvollzug
      • Annahmen über die Position von Interesse und Aufmerksamkeit im Prozess der Handlung
  • IV. Intentionalität
      • Der introspektive psychologische Befund der Intentionalität
      • Das Problem des neuronalen Korrelats für die Intentionalität
      • Intentionale Gegenstände sind das Resultat von Unterscheidungen
      • Der Vorgang des Unterscheidens
      • Das neuronale Korrelat zum introspektiv beschriebenen Prozess der Unterscheidung bei einer Gruppe von Neuronen
      • Die Unterscheidung und Verbindung in der Struktur und in der physiologischen Funktion von neuronalen Netzwerken
      • Die Korrelation zwischen dem psychischen Phänomen der Intentionalität und dem neuronalen Prozessieren
      • Die Produktion der intentionalen Information durch die Kooperation von Interesse und Aufmerksamkeit mit der spezifischen Intentionalität
  • V. Kurzzeitiges Arbeitsgedächtnis (KAG)
    • 1. Psychologische Befunde und Annahmen über das kurzzeitige Behalten bei einer Sequenz von Einheiten
      • Die Form der experimentellen Erforschung des kurzzeitigen Behaltens
      • Die Kapazität des KAG
      • Es gibt innerhalb der Kapazität des KAG Formen der Organisation der aktivierten In-formationen
      • Die Theorie der multiplen kurzzeitigen Arbeitsgedächtnisse
    • 2. Neurologische Befunde und Annahmen zum KAG
      • Das KAG ist ein eigenständiges System, in dem alle bewussten spezifischen Aktivitäten auftreten und das mit neuronalen Aktivitäten im präfrontalen Kortex korreliert
      • Der frontale Kortex steuert die Verbindung zwischen sukzessiv wahrgenommenen Items
      • Der Mechanismus des verdeckten Rehearsals kommt durch die Aktivierung von Arealen des frontalen Kortex, der spezifischen Funktionen und der Aufmerksamkeit zustande
    • 3. Die Funktion des KAG im Prozess der Handlung
    • 4. Die Kooperation des KAG mit Aufmerksamkeit, Interesse und Intentionalität
      • Die selektive Funktion des KAG ist abhängig vom Handlungsplan und damit vom Inte-resse an etwas
      • Die Gedächtnisfunktion des KAG ist abhängig von der Aufmerksamkeit und vom Interesse
      • Die Aktivierung von spezifischen Intentionen ist abhängig vom KAG, von der Aufmerk-samkeit und vom Interesse
      • Die Bewusstheit ist beschränkt auf die Kapazität des KAG
      • Das Handeln ist abhängig vom KAG
      • Die Gedächtnisfunktion des KAG ist abhängig von einem allgemeinen Mechanismus des Behaltens
  • VI. Die Kooperation zwischen Aufmerksamkeit, Interesse, Intentionalität und KAG ergibt die Funktion des Prozessors der menschlichen Informationsverarbeitung
    • 1. Die Existenz eines zentralen Prozessors für die Verarbeitung von automatisch generierter Information
      • Der Prozessor der Informationsverarbeitung operiert auf automatisch generierter spezifi-scher Information
      • Der Prozessor der Informationsverarbeitung hat seinen neuronalen Ort im Corpus cingulum des limbischen Systems, im Thalamus, im präfrontalen Kortex, in den Scheitellappen und in den Schläfenlappen des Kortex
    • 2. Ein Komponentenmodell des Prozessors für die Generierung von Information
      • Ein Modell der Kooperation des Interesses, der Aufmerksamkeit und des KAG mit der spezifischen Intentionalität für die Generierung von Informationen
      • Die spezifischen Intentionen generieren sämtliche Informationen für die Orientierung und für die Reaktion auf deren Resultate
      • Das KAG ermöglicht durch anhaltende Aktivierung von Informationen deren Verarbeitung durch spezifische Intentionen
      • Der Prozessor erfüllt als Ganzer eine Reihe von Funktionen
    • 3. Die operative Natur des Prozessors
    • 4. Die Dynamik des Prozessors
    • 5. Der Prozessor generiert den Prozess des Handelns aus Orientierung und Reaktion
    • 6. Allgemeine Eigenschaften des gesamten Prozessors der Informationsverarbeitung
  • VII. Lernen und Behalten sind einerseits Bedingungen für das Prozessieren des Prozessors und andererseits Resultate seines Prozessierens
    • 1. Neuropsychologische Annahmen über Lernen
    • 2. Neuropsychologische Annahmen über das Gedächtnis
      • Kurzzeitiges Gedächtnis
      • Langfristiges Gedächtnis
      • Reaktivieren des Gelernten in anderen Handlungen
    • 3. Lernen und Gedächtnis sind Voraussetzungen für den Prozessor der Informationsver-arbeitung
    • 4. Das Prozessieren des Prozessors ist Voraussetzung für Lernen und Behalten
      • Indem die Aufmerksamkeit zur Aktivierung von spezifischen Funktionen beiträgt, beein-flusst sie auch das Behalten der von ihnen generierten Information
      • Die Möglichkeit einer direkten Einflussnahme der Aufmerksamkeit auf das Gedächtnis
      • Die unwillkürliche Aufmerksamkeit beeinflusst das implizite Gedächtnis in automatischen Prozessen und die willkürliche Aufmerksamkeit das explizite Gedächtnis in bewussten Prozes-sen
      • Auch das Maß der Aufmerksamkeit beeinflusst Lernen und Behalten
      • Selbst das Prozessieren des Prozessors ist durch Lernen und Behalten veränderbar
    • 5. Das Verhältnis zwischen der Aufmerksamkeit und dem KAG
  • VIII. Die Beeinflussung von Lernen und Behalten auf dem Wege über den Prozessor der Informationsverarbeitung
    • 1. Die Beeinflussbarkeit von Interesse, Aufmerksamkeit, KAG und Intentionalität
      • Möglichkeiten, das Interesse zu beeinflussen
      • Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit zu beeinflussen
      • Möglichkeiten, das KAG zu beeinflussen
      • Möglichkeiten, die spezifischen Intentionen zu beeinflussen
      • Möglichkeiten, den ganzen Prozessor zu beeinflussen
    • 2. Die Beeinflussbarkeit des Lernens und Behaltens durch Informationen für die Hand-lungsplanung des Lernenden
      • Die Bildung von Kompetenzen durch Lernen und Behalten
      • Die Beeinflussung der Bildung von Kompetenzen
      • Kurzfristige und langfristige Beeinflussung von Lernen und Behalten
    • 3. Die Konstruktion von Methoden der Beeinflussung von Lernen und Behalten durch die Kombination von einzelnen Möglichkeiten der Beeinflussung
    • 4. Allgemeine Kompetenzen des Erziehers
  • Schlussbemerkung
  • Literaturverzeichnis
  • Bildverzeichnis
  • ISBN 978-3-89094-623-8, 336 Seiten, Softcover, Format DIN-A5
    Preis: 29,90 €

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